Begegnungsbänke schaffen Raum für Austausch und Erinnerung

Trauernde gestalten zwei besondere Sitzgelegenheiten für den Friedhof Sommerberg

Zwei individuell gestaltete Begegnungsbänke sollen auf dem Friedhof Sommerberg künftig Gespräche und gemeinsames Erinnern ermöglichen. Am vergangenen Samstag bemalten Trauernde die Holzbänke bei einer gemeinsamen Aktion der StadtWerke Rösrath, der Stadt Rösrath und des Ökumenischen Hospizdienstes. Der Rösrather Künstler Dirk Müller begleitete die Gestaltung vor der Trauerhalle.

Zu den Teilnehmenden gehörte auch eine Zehnjährige aus Rösrath. Ihr selbstgestaltetes Motiv widmete sie ihrer Mutter: „Als sie mit mir schwanger war, war sie an Karneval als Hippie verkleidet und trug eine Kette mit einem Friedenssymbol. Außerdem hat sie die Natur geliebt. Deshalb habe ich noch eine Blume dazu gemalt.“

„Wer auf einer Begegnungsbank Platz nimmt, zeigt: Ich bin offen für ein Gespräch und gemeinsames Erinnern“, sagte StadtWerke-Vorstand Christoph Schmidt. Nach der Fertigstellung sollen die beiden Bänke auf dem Friedhof Sommerberg aufgestellt werden.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Vera Rilke-Haerst unterstützte die Aktion mit persönlichen Worten und brachte einen Erinnerungsstein mit, der künftig an den Bänken einen Platz finden soll.

Drei Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren und zwei Erwachsene aus den Trauergruppen des Hospizdienstes gestalteten die Bänke mit persönlichen, farbenfrohen Motiven. In den kommenden Wochen sollen weitere Motive hinzukommen. Danach werden die Bänke getrocknet und lackiert, wie Dirk Müller berichtete. Der Künstler arbeitet schon viele Jahre in seinem Atelier neben der Trauerhalle und ist dem Friedhof Sommerberg eng verbunden.

Bei positiver Resonanz könnten künftig auch auf weiteren Rösrather Friedhöfen Begegnungsbänke aufgestellt werden. „Wenn die Bänke gut angenommen werden, können wir uns gut vorstellen, dieses Projekt nach und nach auszuweiten“, so Schmidt.