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Was es mit der CO2-Abgabe auf sich hat

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(vom 13.01.2021)

CO2 ist die chemische Formel für Kohlenstoffdioxid, ein farb- und geruchloses sowie nicht brennbares Gas.

Mit einem Anteil von 0,04% kommt CO2 als natürlicher Bestandteil auch in unserer Luft vor. Es entsteht sowohl bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen, zum Beispiel fossilen Energieträgern (Heizöl, Gas), als auch bei natürlichen Prozessen wie der Atmung oder Verdauung von Lebewesen.

Allerdings zählt CO2 auch zu den so genannten Treibhausgasen. Bei zunehmender Konzentration in der Atmosphäre trägt es zu einer Erwärmung des Erdklimas bei. Denn: Je höher die CO2-Konzentration ist, desto weniger Wärme kann über die Atmosphäre wieder abgegeben werden, weil das Kohlenstoffdioxid die vom Erdboden reflektierten Sonnenstrahlen teilweise erneut reflektiert. Dadurch entsteht ein Treibhauseffekt.

Den Ausstoß von CO2 deutlich zu verringern, ist somit ein wichtiger Baustein der Klimapolitik – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

Klimaschutzplan 2050, Klimaschutzprogramm 2030 und Brennstoffemissionshandelsgesetz

In dem Ende 2016 beschlossenen Klimaschutzplan 2050 werden die klimaschutzpolitischen Grundsätze und Ziele für Deutschland beschrieben. Bis 2050 soll Deutschland demnach weitgehend treibhausgasneutral sein. Ein wichtiges Zwischenziel bis dahin ist, bis 2030 die Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zu 1990 um 55 Prozent zu senken. Um dieses zu erreichen, wurden mit dem im November 2019 verabschiedeten Klimaschutzprogramm 2030 zahlreiche weitere Maßnahmen festgeschrieben. Ein Bestandteil des Klimaschutzprogramms ist das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG).

Mit dem BEHG werden Unternehmen, die mit Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Kohle, Benzin oder Diesel handeln, seit 1.1.2021 dazu verpflichtet, so genannte Emissionszertifikate zu erwerben. Pro Zertifikat dürfen Lieferanten dann eine Tonne CO2 verkaufen, wobei sie die dadurch entstehenden höheren Kosten über ihre Preise an die Kunden weitergeben dürfen.

Der Emissionshandel startet zunächst mit einem Festpreissystem, also mit staatlich festgelegten Preisen. Der „Startpreis“ beträgt in diesem Jahr 25,- Euro pro Tonne und steigt bis 2025 schrittweise auf dann 55,- Euro pro Tonne an. 2026 sollen die Zertifikate erstmals in einem Preiskorridor von 55,- bis 65,- Euro versteigert werden. Anschließend sollen die Zertifikate voraussichtlich frei am Markt gehandelt werden, die Preise bestimmen sich dann durch Angebot und Nachfrage.

Bemessungsgrundlage für die CO2-Bepreisung der einzelnen fossilen Energieträger sind die CO2-Emissionen, die bei ihrer Verbrennung entstehen. Aufgrund der unterschiedlichen Emissionen fallen daher die CO2-Abgaben auch entsprechend unterschiedlich aus. So werden für jeden Liter Diesel in diesem Jahr 8 Cent CO2-Preis fällig, beim Benzin sind es 7 Cent pro Liter. Auch für Heizöl beträgt die CO2-Abgabe 8 Cent pro Liter. Erdgas hingegen erzeugt vergleichsweise wenig CO2. Der Aufschlag beläuft sich daher auf 0,5 Cent pro Kilowattstunde.

Ziel der CO2-Abgabe ist es, fossile Brenn- und Kraftstoffe weniger attraktiv zu machen und damit zum Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen anzuregen.

CO2-Abgabe – was bedeutet das für RöGas-Kunden?

Als Lieferant von Erdgas müssen auch die StadtWerke Rösrath – Energie GmbH für jede Tonne CO2, die über den Gasverbrauch ihrer Kunden entsteht, ein Emissionszertifikat erwerben. Und wir könnten diese höheren Kosten auch, wie viele andere Energieversorger dies bereits tun, eins zu eins an unsere Kunden weitergeben. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden liegen diese in 2021 beispielsweise bei 108,- Euro brutto.

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass auch viele unserer Kundinnen und Kunden von der Corona-Pandemie betroffen sind und mit ausbleibenden Einnahmen oder Kurzarbeitergeld zu kämpfen haben, haben wir uns aber bereits Ende vergangenen Jahres dazu entschlossen, die CO2-Abgabe bis auf Weiteres nicht an unsere Kunden weiter zu berechnen.

Unser Versprechen: Mindestens bis zum Ende der Heizperiode im Winter 2020/2021 bleibt unser Gaspreis stabil!

Nichtsdestotrotz: Sparen Sie beim Heizen Energie und damit Kosten – durch richtiges Heizen und Lüften oder durch den Umstieg auf eine moderne und energieeffizientere Heizung.

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