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Handys, Staubsauger, Waschmaschine und Co. richtig entsorgen

Rösillo

(vom 14.08.2019)

Elektro- und Elektronikgeräte sind aus vielen unterschiedlichen Komponenten zusammengebaut.

Dazu zählen einerseits Materialien, die als so genannte sekundäre Rohstoffe wiederverwertet werden können, beispielsweise Kunststoffe, Kupfer, Aluminium, Zink und Seltenerdmetalle. Andererseits enthalten Elektrogeräte eine Vielzahl gesundheits- und umweltgefährdender Stoffe wie Schwermetalle, Halogenverbindungen, PVC und Dioxine.

Um die Umwelt vor den schädlichen Substanzen aus Elektrogeräten zu schützen und durch eine Wiederverwertung der wertvollen Rohstoffe gleichzeitig einen Beitrag zur Verringerung der Abfallmengen zu leisten, hat die Europäische Union schon 2002 eine entsprechende Richtlinie erlassen, die in Deutschland durch das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) umgesetzt wird. Ziel dieses Gesetzes ist es, dass ausgediente Handys, kaputte Föngeräte, Kühlschränke oder Waschmaschinen getrennt gesammelt und recycelt werden. Wer sein altes Elektro- oder Elektronikgerät loswerden will, darf es also nicht über den Hausmüll entsorgen. Das ist seit 2015 verboten.

Wir erklären im aktuellen Blog-Beitrag, was alles zum so genannten Elektroschrott gehört, was wo und wie in Rösrath entsorgt werden kann und welche möglichen Alternativen zur Entsorgung es gibt.

Alles Elektroschrott oder was!?

Elektroschrott ist eine Sammelbezeichnung für alle Elektro- und Elektronikgeräte sowie deren Bauteile, die nicht mehr verwendet werden, weil sie defekt sind und ihre Reparatur sich nicht mehr lohnt oder weil sie durch neuere und bessere Geräte ersetzt werden. Unter Elektro- und Elektronikgeräten werden dabei alle Geräte verstanden, die ein Stromkabel, Batterien oder Akkus haben, die mit Strom betrieben werden oder die, wie Solaranlagen, selbst Strom erzeugen.

Neben Waschmaschinen, Kühlschränken, Handys, PC´s, elektrisch betriebenen Rasierapparaten und Zahnbürsten, Elektronikspielzeug, Bügeleisen und Co. gehören auch Pedelecs bis maximal 25 km/h, Photovoltaikmodule und Nachtspeicheröfen, die kein Asbest enthalten, zum Elektroschrott. Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren sind aufgrund des enthaltenen Quecksilbers allerdings Sondermüll und müssen beim Schadstoffmobil abgegeben werden.

Produkte mit fest verbauten elektrischen oder elektronischen Bestandteilen – dazu zählen beispielsweise die bei Kindern beliebten Schuhe mit beleuchteter Sohle, Taschen mit fest vernähter Beleuchtung oder elektrisch verstellbare Sessel – müssen seit August 2018 ebenfalls komplett über die Elektro-Altgeräte-Sammlung entsorgt werden. Anders verhält es sich bei Produkten, deren elektrische Bestandteile nicht fest verbaut sind, sondern leicht abmontiert werden können. Hier wird nur das elektrische Bauteil als Elektroschrott entsorgt. Der Rest wandert in den Hausmüll.

Seit Mai 2019 gehören übrigens auch so genannte passive Geräte, also Stromsteckerleisten, Kabel, Adapter, Antennen und Steckdosen zum Elektroschrott. Sie dürfen ebenfalls nicht mehr über den Hausmüll entsorgt werden.

Eine Besonderheit gibt es bei Tonerkartuschen und Druckerpatronen, denn die sind sowohl mit elektronischen als auch nur mit mechanischen Bauteilen erhältlich. Hier muss also genau hingeschaut werden, welche Kartusche zum Elektroschrott gehört und welche in den Restmüll.

Elektronische Geräte, die nach 2005 hergestellt wurden, sind übrigens mit dem Symbol einer durchgestrichenen Mülltonne gekennzeichnet. Das weist sie zweifelsfrei als Elektronikschrott aus.

Wohin mit dem alten Elektrogerät?

Grundsätzlich gilt, dass die Hersteller von Elektrogeräten auch für deren fachgerechte Entsorgung zuständig sind. Es ist deshalb gesetzlich festgeschrieben, dass Händler – übrigens unter bestimmten Voraussetzungen auch Online-Händler – mit einer Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte von mindestens 400 Quadratmetern verpflichtet sind, beim Verkauf eines neuen Gerätes das alte Pendant kostenlos zurückzunehmen. Wer beispielsweise eine Waschmaschine bei einem Händler, der diese Voraussetzungen erfüllt, kauft, der kann seine alte Waschmaschine an diesen Händler zurückgeben. Handelt es sich sogar nur um ein kleines Elektrogerät – hier spricht der Gesetzgeber von Geräten, deren Abmessungen nicht größer als 25 Zentimeter sind -, muss der Händler dieses auch dann entgegennehmen, wenn kein neues Gerät gekauft wird.

In Rösrath bieten die StadtWerke eine monatliche Sonderabfuhr für Elektrogroßgeräte an. Wer gebrauchte Kühlgeräte, Wasch- und Spülmaschinen, Wäschetrockner, E-Herde, Öl-Radiatoren, Fernseher, PC-Monitore, Mikrowellen und Staubsauger abholen lassen will, muss sich rechtzeitig hierfür bei den StadtWerken anmelden – entweder über die dem Abfallkalender beiliegende Anmeldekarte, telefonisch im Kundenzentrum unter 02205/92 50 600 oder online.

Für die Entsorgung von Elektrokleingeräten, also Radios, E-Spielzeug, Smartphones, Tablets usw., stehen auf dem Parkplatz vor dem Bauhof in Venauen spezielle Container für Elektrokleingeräte bereit. Auch das Schadstoffmobil, das ein Mal im Monat verschiedene Standorte in Rösrath, Hoffnungsthal und Forsbach anfährt, nimmt kleine Elektrogeräte, aber auch Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen entgegen. Die Termine und Standorte stehen im Innenteil des Abfuhrkalenders.

Wer nicht bis zur nächsten Elektrogroßgeräteabholung warten möchte, kann sein Altgerät auch zum Wertstoffhof Rhein-Berg in Bergisch Gladbach-Bensberg, Overather Straße 120 bringen.

Übrigens: Altbatterien und Akkus, die nicht fest verbaut sind, müssen vor der Entsorgung entnommen und gesondert entsorgt werden. Sammelbehälter für Altbatterien und Akkus gibt es überall dort, wo Batterien gekauft werden können – also unter anderem in jedem Super- oder Baumarkt. Sie können sie aber auch beim Schadstoffmobil abgeben.

Reparieren oder spenden – es geht auch anders

Wer sein altes Elektrogerät ordnungsgemäß über einen Händler oder die Angebote der StadtWerke Rösrath entsorgt hat, kann sicher sein, dass wiederverwertbare von nicht-wiederverwertbaren Bauteilen getrennt und die wiederverwertbaren recycelt werden. Er hat damit schon einen großen Beitrag zum Schutz von Umwelt und natürlichen Ressourcen geleistet.

Besser jedoch ist es, wenn Abfall möglichst gar nicht erst entsteht. Wenn ein Elektrogerät beispielsweise tatsächlich erst dann gegen ein neues ausgetauscht wird, sobald eine Reparatur nicht mehr möglich ist.

Ältere, aber noch funktionsfähige Geräte finden möglicherweise noch Liebhaber, die gerne ein paar Euro dafür hinlegen. Soziale Einrichtungen freuen sich auch über Spenden gut erhaltener Elektrogeräte. Und sind Toaster, Handy oder Radio kaputt, kann vielleicht ein Repair-Café helfen. So eine Einrichtung gibt es übrigens seit einiger Zeit auch in Rösrath.

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