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Grau, braun, grün oder gelb - Mülltrennung leicht gemacht

Wasserrohrbruch Reparatur

(vom 31.05.2019)

An dieses Bild haben wir uns schon lange gewöhnt:

Vor den Häusern steht nicht nur eine Mülltonne, sondern mindestens zwei, oft sogar vier. Und der Abfalleimer in der Küche hat mittlerweile mehrere Fächer, damit das Müllsortieren möglichst einfach ist. Und genau das machen die meisten Menschen jeden Tag: Sie sortieren ihren Abfall und entsorgen Rest-, Bio-, Papiermüll und Leichtverpackungen separat.

Obwohl Müll in Deutschland schon seit rund 30 Jahren getrennt wird und man deshalb eigentlich meinen sollte, dass es kinderleicht sein müsste, die Abfälle in die richtige Tonne zu werfen, hat das System so seine Tücken. Denn nicht immer ist auf den ersten Blick eindeutig, was nun wirklich wohin gehört. Wir wollen deshalb versuchen, ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen.

Altpapier in die grüne Tonne

Zeitungen, Zeitschriften, Illustrierte, Broschüren, Bücher, Pappschachteln, Eierkartons, Kartonagen, Notizpapier oder alte Schulhefte – alles, was aus Papier und Pappe hergestellt wurde, zählt zum Altpapier und gehört damit in die grüne Abfalltonne. Wichtig ist allerdings, dass Papier und Pappe sauber und nicht mit Kunststoff beschichtet sind. Denn damit das gesammelte Altpapier auch wieder recycelt werden kann, muss es sich in Wasser lösen lassen und darf nicht verschmutzt sein.

Deshalb gibt es auch Papiersorten, die nicht in die grüne Tonne, sondern in die Restmülltonne geworfen werden müssen. Dazu zählen unter anderem Backpapier, Fotopapier, Silberpapier, Pizzakartons mit Essensresten sowie Kassenbons und Fahrkarten aus Thermopapier. Benutzte Papiertaschentücher, Servietten und Küchenpapier kommen in die Biotonne, sofern sie nicht mit Krankheitserregern in Kontakt gekommen sind. Ansonsten gehören auch sie zum Restmüll. Das gilt übrigens auch für Briefumschläge mit Kunststofffenstern und Luftpolsterfolie.

Alles Bio oder was?

Alle kompostierbaren Abfälle aus Haus und Garten gehören in die braune Biotonne. Dazu zählen:

  • Topf- und Balkonpflanzen – natürlich ohne Übertopf
  • Verdorbene Lebensmittel – ohne Verpackung
  • Kaffeesatz, Teesud, Filter und Papierbeutel
  • Reste von Brot und anderen Backwaren
  • Gekochte Speisereste
  • Eier-, Nuss- und Obstschalen
  • Obst- und Gemüseabfälle
  • Grasschnitt
  • Baum- und Strauchschnitt
  • Laub, Nadelstreu
  • Unkraut
  • Pflanzenreste
  • Fallobst
  • Blumenerde
  • Küchenpapier und Papierservietten
  • Zeitungspapier
  • Biomüllsäcke aus Papier
  • Federn und Haare
  • Hobel- und Sägespäne aus unbehandeltem Holz

Auf keinen Fall dürfen hingegen Abfälle in die Biotonne geworfen werden, die nicht verrotten. Glas, Metall, Steine, Asche, Öl und Fette sowie Kunststoff, aber auch Kleintierstreu haben in der braunen Tonne nichts verloren. Auch so genannter Biokunststoff gehört nicht hinein. „Kompostierbare“ Biomülltüten verrotten viel zu langsam, verunreinigen dadurch das Endprodukt der Biomüllverwertung, nämlich den Kompost, und müssen in der Deponie aufwändig heraussortiert werden. Biomülltonnen, die falsch befüllt wurden, werden deshalb von den Mitarbeitern des Abfuhrunternehmens nicht geleert.

Einen ausführlicheren Beitrag zu den kompostierbaren Biomüllbeuteln finden Sie übrigens hier. Und hier haben wir Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie mit Ihrer Biotonne gut durch die heiße Jahreszeit kommen.

Ab in den gelben Sack – oder in die gelbe Tonne

Auch an gelbe Säcke und Tonnen – das Entsorgungssystem des Anfang der 1990er Jahre gegründeten Dualen Systems Deutschland – haben wir uns schon lange gewöhnt. Und zwar so sehr, dass es uns wie ein Teil des großen ganzen Müllentsorgungssystems erscheint. Das ist auch so – einerseits. Andererseits ist das Duale System ein eigenständiges, privatwirtschaftliches Abfallentsorgungssystem, das sich neben dem öffentlich-rechtlichen System etabliert hat und als Konsequenz aus der Verpackungsverordnung – seit 1. Januar 2019 abgelöst durch das Verpackungsgesetz – entstand. Diese Verordnung, die 1991 in Kraft trat, sah nämlich vor, dass die Wirtschaft ihre in Umlauf gebrachten Verpackungen nach Gebrauch zurücknehmen und einer Verwertung zuführen muss. Die Lebensmittel- und Verpackungsbranche gründete daraufhin einen Verbund, der genau das organisieren sollte. Erster Anbieter war „Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH“, über den allerdings nur Verpackungen zurückgenommen werden konnten, die mit eben diesem „Grünen Punkt“ gekennzeichnet waren. Mittlerweile müssen alle Verpackungen am dualen System teilnehmen, die Kennzeichnungspflicht besteht nicht mehr.

Anders als bei der öffentlich-rechtlichen Abfallentsorgung, die sich über Gebühren finanziert, zahlen die Verbraucher die Entsorgung im Dualen System mit jedem Kauf mit.

Über die Dualen System werden im gelben Sack und der gelben Tonne nur die folgenden Leichtverpackungen – und zwar leer und nicht gespült – gesammelt:

Kunststoffverpackungen

  • Joghurtbecher
  • Eierverpackungen
  • Obst- und Gemüseschalen aus Schaumstoff
  • Styroporverpackungen, Frischhalte- und Einwickelfolie
  • Einkaufstüten, Plastikbeutel
  • Luftpolsterfolie
  • Blisterverpackungen von Tabletten
  • Flaschen und Dosen von Spül-, Wasch- und Körperpflegemitteln
  • Zahnpasta- und Salbentuben
  • CD-, CD ROM- und DVD-Verpackungen

Metall (Weißblech und Aluminium)

  • Getränke- und Konservendosen
  • Aluminiumschalen, -dosen, -deckel
  • Kronkorken
  • Leere Spray-, Farb- und Lackdosen
  • Ausgedrückte Tuben (z.B. Senftuben)

Verpackungen aus Verbundstoff

  • Milch- und Saftkartons
  • Kaffee- und Vakuumverpackungen
  • Suppentüten
  • Kakaodosen
  • Bonbonpapier

Die so genannten stoffgleichen Nicht-Verpackungen, also alle anderen Abfälle aus Kunststoff, Metall oder Verbundstoff wie beispielsweise Blumentöpfe, Gießkannen, Blechgeschirr, CD´s oder DVD´s, Zahnbürsten, Kinderspielzeug, Kugelschreiber, Klarsichthüllen und Taschentücher, aber auch ungeleerte Verpackungen haben im gelben Sack bzw. der gelben Tonne nichts zu suchen. Sie sind ein Fall für die Restmülltonne.

Verpackungen aus Papier oder Pappe kommen übrigens auch nicht rein. Für diese ist die Papiertonne zuständig.

Auch Glas, das als Verpackung für Lebensmittel, Getränke, Arzneimittel und Kosmetika diente, zählt zu den Verpackungen, die von den Dualen Systemen entsorgt werden müssen, wird aber separat in Glascontainern gesammelt – und zwar getrennt nach den Farben Weiß, Braun und Grün und am besten ohne Schraubverschlüsse. Alle anderen Abfälle aus Glas – Blumenvasen, Trinkgläser, Glasgeschirr – sind wiederum kein Altglas und gehören in den Restmüll.

Der graue Rest

Man könnte jetzt also meinen, dass alles, was nicht in grüner, brauner oder gelber Tonne bzw. gelbem Sack oder im Sammelcontainer für Altglas entsorgt werden kann, Restmüll ist und damit bedenkenlos in die graue Tonne geworfen werden kann. Dem ist jedoch nicht so.

Sämtliche Elektrogeräte – egal ob groß oder klein -, Schadstoffe, Leuchtstofflampen und LED´s, Batterien, Sperrmüll, Altkleider und Altschuhe werden ebenfalls getrennt gesammelt. Nur das, was dann noch übrig bleibt, beispielsweise Asche, Tierkot und Streu, verschmutzte Papiere, Hygieneartikel und Windeln, Staubsaugerbeutel, ausgetrocknete Filzstifte, Zigarettenkippen, alte Fotos, zerbrochenes Porzellan oder Glas und kaputte Kunststoff- oder Haushaltsgegenstände, zählt zum Restmüll und kommt in die graue Tonne.

Mülltrennen ist Umweltschutz

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz schreibt übrigens vor, dass Jeder seinen Abfall getrennt sammeln muss. Und das macht Sinn: Denn nur, wenn der Müll richtig getrennt wird, kann er auch in weiten Teilen wiederverwertet werden. Abfallrecycling ist ein wichtiger Beitrag, um wertvolle natürliche Ressourcen und damit die Umwelt zu schonen. Eine hohe Recyclingquote bei Glas, Papier, Metallen und Kunststoff führt dazu, dass für die Produktion neuer Verpackungen weniger natürliche Rohstoffe wie Quarzsand, Holz oder Erdöl benötigt werden. Altpapier beispielsweise kann bis zu fünf Mal, Altglas sieben bis zehn Mal und Stahl sogar ohne Qualitätsverluste beliebig oft wiederverwendet werden.

Übrigens: Am umweltschonendsten ist es natürlich, möglichst wenig Abfall zu produzieren. Beim Einkauf auf unnötige Verpackungen zu verzichten, mal auf den Markt oder in den Unverpacktladen zu gehen, anstatt zum verpackten Obst und Gemüse im Discounter zu greifen – es gibt mittlerweile viele Möglichkeiten, Müll zu vermeiden.

Auch die StadtWerke Rösrath setzen auf Müllvermeidung – unter anderem, in dem wir unsere Werbeartikel nach und nach auf nachhaltigere Varianten umstellen werden. Statt heliumgefüllter Luftballons gibt es deshalb für die Kinder auf den Rösrather Straßenfesten künftig unter anderem Frisbeescheiben aus recyceltem Kunststoff. Und um Sie bei Ihrem Zero-Waste-Einkauf zu unterstützen, haben wir demnächst neben unseren beliebten Jutetaschen auch Stoffbeutel für Ihr Obst und Gemüse im Angebot.

Ein Plakat der Bergischen Wertstoff-Sammel GmbH (BWS) mit Sortierhinweisen können Sie sich hier herunterladen.

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