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Bei Installation von Gartenwasserzählern müssen Vorgaben zum Trinkwasserschutz beachtet werden

(vom 25.05.2020)

StadtWerke Rösrath verweisen auf Merkblatt zum Einbau von Gartenwasserzählern

Wer seinen Garten im Sommer mit Trinkwasser aus der Leitung bewässern will, kann sich für die dabei verbrauchte Menge von den Abwassergebühren befreien lassen, weil das Gießwasser im Boden versickert und nicht im Abwasser landet. Unter Kosten-Nutzen-Aspekten lohnt sich das allerdings nur, wenn wirklich große Wassermengen für diese Bewässerungszwecke benötigt werden. Erforderlich hierfür ist die Installation eines Gartenwasserzählers. Damit es nicht zu Rückflüssen aus der Entnahmestelle für das Gartenwasser und dadurch zu Verschmutzungen des Trinkwassers kommt, hat der Gesetzgeber verbindliche Vorgaben für den Einbau des Gartenwasserzählers erlassen, die auch von den StadtWerken Rösrath beachtet werden müssen. Häufig werden die Herstellungs- und Folgekosten der Installation eines solchen Gartenwasserzählers jedoch unterschätzt. 

Aus aktuellem Anlass weisen die StadtWerke Rösrath darauf hin, dass Gartenwasserzähler nur dann abgenommen werden können, wenn beim Einbau die verbindlichen Vorgaben aus dem Merkblatt der StadtWerke beachtet wurden.

„Die beiden Normen DIN EN 1717 und DIN 1988-100 geben vor, dass der Zapfhahn, aus dem das Gartenwasser entnommen wird, zwingend mit einer Sicherungseinrichtung ausgestattet sein muss, damit Rückflüsse in den Trinkwasserkreislauf verhindert werden. Auch das Gesundheitsamt hat hierauf noch einmal ausdrücklich hingewiesen“, erläutert Michael Rickert, Technischer Leiter bei den StadtWerken Rösrath, die Regelung. „Geschieht das nicht, kann verschmutztes Wasser beispielsweise aus dem Gartenschlauch zurücklaufen und das Trinkwasser verunreinigen. Verunreinigtes Trinkwasser kann im schlimmsten Fall zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen. Gartenwasserzähler dürfen außerdem nur nach dem Hauptzähler und an einem frostfreien und zugänglichen Ort in der Leitung, die ausschließlich der Bewässerung des Gartens dient, eingebaut werden. Vor und hinter dem Gartenwasserzähler müssen, wie beim Hauszähler, Absperrventile montiert werden.“

Wer einen Gartenwasserzähler neu installieren will, muss sich an die Vorgaben aus dem Merkblatt halten. Bei bereits bestehenden und von den StadtWerken verplombten Gartenwasserzählern muss die Entnahmestelle spätestens zum Ende der Eichpflicht entsprechend umgerüstet werden.

Wie Hauswasserzähler unterliegen übrigens auch Gartenwasserzähler der Eichpflicht. Ein Wechsel ist alle sechs Jahre notwendig.

Das Merkblatt der StadtWerke Rösrath zum Einbau von Gartenwasserzählern kann hier heruntergeladen werden.

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