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Wilde Müllkippen - ein Problem nicht nur für die Umwelt

Winterdienst

(vom 18.01.2018)

„Deutlicher Anstieg im Jahr 2017 – Was wilde Müllkippen die Städte in NRW kosten“ titelte die Rheinische Post am 13. Januar 2018.

Den Kommunen in NRW entstünden Jahr für Jahr zusammengerechnet Kosten in zweistelliger Millionenhöhe, um wilden Müll zu entsorgen. Für die Beseitigung der bis zu 16.000 Tonnen Müll, die jährlich an Autobahnen, Autobahnabfahrten und Raststätten illegal entsorgt werden, müssen dabei alleine schon 7 Millionen Euro aufgewendet werden. Auch in Rösrath stellen wilde Müllkippen ein nicht zu unterschätzendes Problem dar.

Außenbereiche besonders betroffen

Am Waldrand, auf Wanderparkplätzen sowie an Straßenrändern im Königsforst und in der Wahner Heide sammelt sich besonders viel Müll an, weiß Thomas Matysik, stellvertretender Leiter des Baubetriebshofs der StadtWerke Rösrath. Überall dort also, wo es ruhig und eher dunkel und damit die Gefahr weniger groß ist, entdeckt zu werden. Und wo man schnell mit dem Auto an- und wieder wegfahren kann. Aber auch die direkte Umgebung von Altglas- und Altkleidercontainern ist beliebt bei illegalen Müllentsorgern. Besonders stark vermüllt sind darüber hinaus auch die Grünflächen entlang der Sülz, in Venauen und im Park rund um Schloss Eulenbroich. Insbesondere in den Sommermonaten und nach Wochenenden finden sich dort unter anderem Überreste von Grillpartys und anderen Feierlichkeiten.

Und ist erst einmal eine wilde Müllkippe angelegt, so kommt schnell weiterer Unrat hinzu. „Diesen Effekt beobachten wir oft“, sagt Matysik. „Die Hemmschwelle, Abfälle irgendwo in der Natur zu entsorgen, sinkt, sobald dort schon etwas liegt, was nicht dahin gehört.“

Bauschutt, Elektroschrott und Co.

Und noch etwas stellt Thomas Matysik fest: „Es gibt quasi nichts, was nicht illegal entsorgt wird.“ Unmengen von Plastiktüten, Coffee-to-go-Bechern, Getränkedosen und leeren Flaschen, Bauschutt, alte Badewannen und WC´s, Kühlschränke, Fernseher, Autoreifen, Felgen, Nachtspeicheröfen, Altölkanister, Terrarien und Aquarien – die Mitarbeiter der StadtWerke haben schon jeglichen erdenklichen Müll auf ihre LKW geladen. Besonders unangenehm wird es, wenn sich in dem Müllhaufen Glasscherben oder andere scharfkantige Gegenstände verbergen. Dann muss der Abfall mit dem Bagger abtransportiert werden, damit sich keiner verletzt.

Wilder Müll geht alle an

Illegal entsorgter Müll verschandelt nicht nur die Landschaft und das Stadtbild – wer geht schon gerne in einem Meer von Plastiktüten spazieren oder möchte aus seinem Wohnzimmerfenster auf einen Berg Bauschutt am Waldesrand schauen –, sondern belastet die Umwelt und verursacht hohe Kosten.

Chemikalien und Öl können auslaufen und dadurch Böden und Gewässer verunreinigen. Elektrogeräte wie Mobiltelefone und Computer enthalten Blei, Quecksilber, Cadmium und andere gefährliche Stoffe, die für Tiere und Menschen hochgiftig sind. An weggeworfenem Hausmüll können sich zudem Wildtiere verletzen.

Wilder Müll kostet – und zwar jeden Einzelnen. Der Müll muss von Mitarbeitern des Bauhofs eingesammelt und nicht selten auch fachgerecht und kostenintensiv entsorgt werden. Das bezahlen in Rösrath, wie in anderen Kommunen auch, die Bürgerinnen und Bürger über ihre Abfallgebühren.

Dabei ist es kein Kavaliersdelikt, eine wilde Müllkippe anzulegen oder den Hausmüll in die Natur zu werfen. Wer das tut, begeht mindestens eine Ordnungswidrigkeit, je nach Ausmaß sogar eine Straftat. Und die kann auch entsprechend geahndet werden. Jedoch kommen die meisten Müllsünder ungeschoren davon, weil sie unbeobachtet bleiben. Die StadtWerke appellieren daher an alle Bürgerinnen und Bürger, die Augen offen zu halten und vor allem wilde Müllkippen rechtzeitig zu melden, damit aus einzelnen Müllansammlungen keine Berge werden.

Müll richtig entsorgen ist nicht schwer!

Wilde Müllkippen müssen nicht sein. Für Sperrmüll und ausgemusterte Elektrogroßgeräte gibt es monatliche Sonderabfuhren. Die Termine stehen im Abfallkalender, die Anmeldung ist denkbar einfach – entweder über die Internetseite der StadtWerke, mit der dem Abfallkalender beiliegenden Anmeldekarte oder telefonisch im Kundenzentrum. Für kleinere Elektrogeräte wie Mobiltelefone, Toaster und Kaffeemaschinen gibt es in Rösrath zwei Sammelcontainer, einen am Friedhof Sommerberg und einen weiteren vor dem Baubetriebshofgelände der StadtWerke in Venauen. Sie können außerdem ein Mal im Monat beim Schadstoffmobil abgegeben werden, das auch andere Schadstoffe entgegen nimmt. Auch diese Termine stehen im Abfallkalender.

Altöl und andere ölverunreinigte Betriebsmittel können bei den StadtWerken abgegeben werden.

Fragen rund um das Thema Abfall und Müllentsorgung beantworten die Mitarbeiterinnen im Kundenzentrum der StadtWerke oder bei der Abfallberatung des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes (www.bavweb.de).

Gemeinsam aktiv für eine saubere Stadt

Immer im Frühjahr geht es außerdem dem Müll in Rösrath in einer großen Gemeinschaftsaktion an den Kragen. Beim so genannten Frühjahrsputz, der von den StadtWerken organisiert und koordiniert wird, sammeln Rösrather Bürgerinnen und Bürger im gesamten Stadtgebiet achtlos weggeworfenen Abfall ein. Ausgerüstet mit Müllbeuteln, Greifzangen und Handschuhen wird gesammelt, was das Zeug hält – und sich abschließend gemeinsam auf dem Baubetriebshofgelände der StadtWerke bei Erbsensuppe und Würstchen gestärkt.

Der diesjährige Frühjahrsputz findet am Samstag, den 17. März 2018 statt. Interessierte können sich schon jetzt bei den StadtWerken hierfür anmelden (Email: info@stadtwerke-roesrath.de).

 

 

 

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