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Mitarbeiter des Monats: Bruno, der Friedhofskater

Bruno

(vom 11.07.2017)

Seelentröster auf vier Pfoten.

Sein Arbeitsplatz: der idyllisch gelegene Friedhof Volberg in Rösrath-Hoffnungsthal. Sein Job: Angehörigenbetreuer und Seelentröster.

Seit fast acht Jahren ist er fester Bestandteil des Friedhofsteams der StadtWerke Rösrath. Bruno, der Friedhofskater nimmt seine Aufgabe sehr ernst. Wann immer die Witterung und sein gut gefüllter Terminkalender es erlauben, wohnt er den Beisetzungen in seinem Wirkungskreis bei. Mit würdigem Abstand und typisch kätzischer Zurückhaltung begleitet er die Trauernden von der Trauerhalle bis zur Grabstätte. Er wacht darüber, dass alles seine Ordnung hat, und zieht sich erst dann wieder zurück, wenn auch der letzte Angehörige den Friedhof verlassen hat.

Auch nach der Beerdigung ist Tigerkater Bruno für jeden da, der seinen Zuspruch und Trost braucht. Sobald ein Besucher sein Refugium betritt, ist Bruno zur Stelle. Einfach da sein, das weiß er als professioneller Trauerbegleiter, ein gezielt eingesetztes beruhigendes Schnurren und sein weiches Katzenfell – viel mehr braucht es oft nicht, um den Trauernden über die erste Zeit des Kummers hinwegzuhelfen. Und dass er seine Sache gut macht, wird seinem Chef, Friedhofsmeister Bernd Lukas, oft genug bestätigt.

Wie genau Bruno zu seinem Arbeitsplatz in Volberg kam, weiß Niemand so ganz genau. Offiziell beworben hat er sich bei den StadtWerken nicht. Und auch über sein Vorleben ist wenig bekannt. Gerüchten zufolge kam Bruno mit einer Steinmetzin nach Hoffnungsthal. Diese bekam vor einigen Jahren den Auftrag, ein Denkmal auf dem Friedhof zu restaurieren, das durch einen Astbruch beschädigt worden war.
Die Steinmetzin erledigte ihre Arbeit und verließ den Volberger Friedhof wieder. Bruno aber blieb.

Eine Katzenliebhaberin aus der Nachbarschaft und viele Friedhofsbesucher kümmerten sich fortan liebevoll um Bruno. Und damit es dem Kater auch gut ging, wurden ihm Behausungen aufgestellt. Zum ersten Häuschen kamen schnell noch weitere hinzu. Einziges Problem: Keines der Häuser war mit Baugenehmigung errichtet. Auch fühlte sich der ein oder andere Friedhofsgast von der ausufernden Bruno‘ schen Bebauung gestört. Da hatte Friedhofsmeister Lukas die rettende Idee. Flugs wurde die Errichtung einer genehmigten Villa für Bruno ausgeschrieben. Und es fand sich glücklicherweise schnell ein Bruno sehr zugetaner Friedhofsbesucher, der ein neues Haus für den Kater erbaute. Im Januar 2016 feierte Bruno Richtfest und bezog die neue „Villa Katz“, die seitdem im Eingangsbereich des Friedhofs zu bewundern ist.

In zwei Jahren feiert Bruno sein zehnjähriges Dienstjubiläum bei den StadtWerken. Seine Kollegen, die Besucher des Volberger Friedhofs und alle seine Fans hoffen sehr, dass er noch viele Jahre das Friedhofsteam bereichern wird.

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