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Steine, vom Herzen gefallen

(vom 24.11.2014)

Der Turmbau zu Babel war gewaltiger, den Turmbau am Sommerberg gibt's gleich dreifach. Die Rede ist vom Turm-Trio des Rösrather Künstlers Hannes Lorenz, das pünktlich zum Ewigkeitssonntag an der Trauerhalle des Zentralfriedhofs den Besuchern vorgestellt wurde. „Wunderschönes ist entstanden", freute sich Ralph Hausmann, Chef der Stadtwerke Rösrath, die auch für die Friedhöfe der Kommune zuständig sind.

„Diese Steintürme verdanken wir dem Künstler und vielen Bürgern der Stadt", beschrieb Pfarrerin Erika Juckel den interaktiven Schaffensprozess und sprach die Besucher der Eröffnungsfeier stellvertretend für die vielen Stein-Spender direkt an: „Sie haben an den Kunstwerken mit gebaut." Die Türme sind gespickt mit ganz besonderen Steinen, die Lorenz „im Auftrag" ihrer Besitzer in seinen Türmen verbaute. Ob Kiesel, Lavaschlacke oder Flintstein, ob von einer gemeinsamen Reise nach Namibia oder an die Ostsee mitgebracht oder aus einer liebevoll gehegten Mineraliensammlung stammend - jeder einzelne Stein erzählt eine persönliche Geschichte und steht für die Erinnerung an einen verstorbenen Menschen.

Die dreiteilige Skulptur „Morgenboten" führt den Gedanken des steinernen „Sonnenfingers", den Lorenz am Kolumbarium in Kleineichen schuf, fort. „Die Steine stehen für die Erinnerung, welche zugleich die Erwartungen des Menschen an seine Zukunft prägt", erklärt er. Der Künstler hat offensichtlich einen Stein ins Rollen gebracht. „Wir sollten über die weitere Gestaltung der Freifläche an der Trauerhalle nachdenken", findet Hausmann. „Vorschläge der Bürger sind willkommen."

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StadtWerke-Chef Ralph Hausmann, Pfarrerin Erika Juckel und Künstler Hannes Lorenz (v.l.) mit den "Morgenboten". (Foto: StadtWerke)
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