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Umfangreiches Maßnahmenpaket für Kanalnetz Forsbach geplant

(vom 12.11.2013)
 Das Thema „Generalentwässerungsplan für Forsbach" brannte den Bürgern offenbar auf den Nägeln: Rund 70 Interessierte kamen am 6. November zur Veranstaltung der StadtWerke Rösrath ins Gemeindezentrum der Ev. Kirche, um sich über die geplanten Maßnahmen zur Vermeidung von Überflutungen zu informieren. StadtWerke-Chef Ralph Hausmann, Leiter Netze Rainer Witte und Ludger Sent von dem externen Berater DAR standen den Besuchern Rede und Antwort.

 

Aufgrund mehrerer Starkregenereignisse in 2013 und 2012 war es in Forsbach an verschiedenen Stellen zu Überflutungen gekommen, die durch Kanalaustritte mit verursacht worden waren. Grund für eine Überarbeitung des Generalentwässerungsplans (GEP), die die StadtWerke gemeinsam mit einem externen Unternehmen, der Deutschen Abwasser-Reinigungs-Gesellschaft mbH Berlin (DAR), vorgenommen haben.

„Wir haben die stärksten realen Regenereignisse aus 30jährigen Aufzeichnungen in Form eines Modellregens nachgebildet, um Schwachstellen im Kanalnetz zu identifizieren", erklärte Rainer Witte, Leiter Netze bei den StadtWerken. Von insgesamt 638 Schächten im Einzugsbereich Forsbach wurden dabei 36 als potentiell gefährdet eingestuft. 

Um künftige Überflutungen weitgehend zu vermeiden - eine 100prozentige Sicherheit gibt es nicht - wurde ein umfangreiches Sanierungspaket geschnürt: „Wir haben rund fünf Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre veranschlagt und planen insgesamt 16 bauliche Maßnahmen", so StadtWerke-Chef Ralph Hausmann. Für die Anlieger der betroffenen Flächen gab er Entwarnung: Sonderbeiträge würden nicht fällig.

Vorgesehen sind neben Netzerweiterungen auch die Vergrößerung einiger Kanalrohre, das Verbinden bestehender Kanäle („Vermaschung") und die Einrichtung zweier Speicherbauwerke am Sonnenweg und Mühlenweg.

Erste Maßnahmen wie die Vermaschung am Mühlenweg wurden bereits umgesetzt, weitere kleine Verbesserungen sind bis Ende des ersten Quartals 2014 realisierbar. „Für größere Veränderungen wie die beiden Speicherbauwerke brauchen wir zunächst grünes Licht von den Wasserbehörden und eine detaillierte Objektplanung. Damit können wir frühestens ab 2015 starten", erläuterte Hausmann.

Er wies außerdem darauf hin, dass alle geplanten Neuanschlüsse in Forsbach hinsichtlich ihrer Einleitmengen überprüft und gegebenenfalls Einleitbeschränkungen ausgesprochen werden. Mehrere Bürger hatten befürchtet, dass es durch die rege Bautätigkeit in Forsbach zu einer problematischen Verdichtung der Flächen kommen könnte.

Damit Überflutungen in Zukunft möglichst vermieden werden könnten, seien auch die Bürger gefragt - Rainer Witte stellte hierzu einige anschauliche Beispiele vor, wie man das eigene Grundstück und Haus besser vor Wasser schützen kann.

Eine entsprechende Checkliste kann bei den StadtWerken Rösrath angefordert werden.

 

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