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Neuerliche Chlorgasstörung im Technikraum des Freibades Hoffnungsthal

(vom 23.08.2012)

Am gestrigen Tag wurde gegen 14.15 Uhr erneut ein Chlorgasalarm im Technikraum des Freibades Hoffnungsthal ausgelöst. Die Berieselungsanlage in dem speziell für die Lagerung und Dosierung von Chlorgas eingerichteten Raum wurde aktiviert. Gleichzeitig wurden Polizei und Feuerwehr durch den Badbetriebsleiter Jens Degner alarmiert. Ein Betreten des Chlorgasraumes zur Ermittlung und Beseitigung der Störung war aufgrund der Höhe der Chlorgaskonzentration durch eigene Mitarbeiter der StadtWerke Rösrath nicht mehr möglich. Hierzu mussten spezielle Einsatzkräfte mit Chemikalienschutzanzügen der Feuerwehr separat angefordert werden, um die Ursache des Alarmes als auch die Störungsbeseitigung vorzunehmen.


Bei der Überprüfung durch die Feuerwehr wurde an zwei Chlorgasflaschen ein Gasaustritt im Ventilbereich festgestellt. Hierbei handelte es sich um eine Flaschencharge, die erst am Montag zur Vorratshaltung geliefert worden war. Eine Einbindung in die Anlage war noch nicht erfolgt. Die Flaschen selbst waren noch durch den Lieferanten versiegelt. Beide Flaschen wurden mit sogenannten Sicherheits-Schutzkappen versehen, um einen weiteren Gasaustritt zu verhindern. Die Chlorgaskonzentration konnte dadurch allerdings anfänglich nicht gesenkt werden. Erst nach weiterer Störungsanalyse durch externe Fachberater wurde festgestellt, dass sich wohl zwischenzeitlich eine im Chlorgasraum befindliche Aktivkohlefiltereinheit durch den Vorfall mit Chlorgas übersättigt hatte und dann selbst dafür verantwortlich war, dass die Chlorgaskonzentration nicht wieder gesenkt werden konnte. Erst nach Ausbau der Filtereinheit und der sicheren Ablöschung des Filtermaterials mit Wasser konnte glücklicherweise nach einer Einsatzzeit von nahezu fünf Stunden gegen 19.00 Uhr wieder grünes Licht durch den Einsatzleiter der Feuerwehr, Herrn Jörg Freitag, für ein gefahrloses Betreten des Chlorgasraumes gegeben werden. Zwischenzeitlich wurde auch das Lieferunternehmen der Chlorgasflaschen über den Vorfall informiert. Die besagten Flaschen wurden noch am Abend von der Firma in einem speziell dafür vorgesehenen Bergebehälter gesichert und zur weiteren Untersuchung abtransportiert. Nach gründlicher Überprüfung aller technischen Einrichtungen konnte die Aufbereitungsanlage des Freibades Hoffnungsthal bereits gestern Abend wieder in Betrieb gehen.

Insgesamt bleibt festzustellen, dass nach derzeitigem Kenntnisstand der eigentliche Auslöser kein anlagenspezifischer Defekt war, sondern zwei undichte Chlorgasflaschen zu diesem Chlorgaseinsatz geführt haben - auch wenn nach einhelliger Meinung aller anwesenden Fachleute es sich hierbei um ein äußerst seltenes Ereignis handeln würde.

Während der Einsatzzeit war zu keinem Zeitpunkt die Gesundheit der rund 20 Freibadbesucher als auch des Badpersonals sowie der umliegenden Hausbewohner gefährdet. Ein Mitarbeiter der StadtWerke Rösrath wurde lediglich als reine Vorsichtsmaßnahme ins Krankenhaus eingeliefert. Die Entlassung erfolgte allerdings noch gestern Abend. Alle Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden nach Abschluss des langen Tages als kleines Dankeschön noch mit allerlei Köstlichkeiten aus der Cafeteria des Freibades Hoffnungsthal für den persönlichen Einsatz versorgt.

 

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