Bild

Keine Uranbelastung im Rösrather Trinkwasser

(vom 02.11.2009)

In einigen Medienberichten der jüngsten Zeit wurde erneut das Thema Uran im Trinkwasser aufgegriffen. Anlass hierfür hierfür waren Untersuchungen bzw. Recherchen der Verbraucherschutzorganisation „Foodwatch". Diese fordert in einer aktuellen Erklärung vom 26.11.2009 einen verbindlichen Grenzwert von 2 Mikrogramm je Liter im Trinkwasser .

Uran ist ein weitverbreitetes Schwermetall, das von Natur aus in der Erdkruste vorhanden ist. Durch Auswaschung aus den uranhaltigen Erdschichten kann das Uran sowohl in das Oberflächen- als auch in das Grundwasser gelangen. Neben dem natürlichen Eintrag gelangt Uran aber auch durch menschliche Aktivitäten, z. B. durch Uranbergbau oder Verbrennung von Kohle, in die Umwelt. Somit lässt sich Uran in vielen Lebensmitteln sowie Trink- und Mineralwässern nachweisen. Die aktuell diskutierten Urankonzentrationen im Trinkwasser sind allerdings überwiegend geogenen Ursprungs.

Verschiedene Institutionen haben Uran toxikologisch bewertet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im Jahre 2004 einen Leitwert von 15 Mikrogramm pro Liter für Uran im Trinkwasser empfohlen. In der EG-Trinkwasserrichtlinie oder in der deutschen Trinkwasserverordnung (TrinkwV) wurde bisher in diesem Zusammenhang kein Grenzwert für Uran festgesetzt. Im Jahr 2005 hat das Umweltbundesamt einen Leitwert für Uran im Trinkwasser von 10 Mikrogramm pro Liter festgesetzt. Dieser wissenschaftlich basierte Leitwert von 10 Mikrogramm gilt gemäß Umweltbundesamt explizit auch für Säuglinge und Kleinkinder. Neben diesen Anforderungen für das Trinkwasser wird in der Mineral- und Tafelwasserverordnung ein Urangrenzwert von 2 Mikrogramm pro Liter für eine besondere Kennzeichnung („als besonders geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung") genannt. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um einen gesundheits-, sondern lediglich um einen marketingrelevanten Wert. Gleichwohl wurde ein Uranwert von mehr als 2 Mikrogramm pro Liter im Trinkwasser bereits als gesundlich bedenklich publiziert.


Aufgrund der aktuellen Diskussion und der hiermit einhergehenden Verunsicherung der Bevölkerung haben die StadtWerke Rösrath das Rösrather Trinkwasser durch ein akkreditiertes Labor auch auf seinen Urangehalt untersuchen lassen. Dabei wurde eine Urankonzentration von weniger als 0,1 Mikrogamm pro Liter gemessen. Der Urangehalt im Rösrather Tinkwasser unterschreitet damit selbst den Grenzwert von Mineral- und Tafelwässern deutlich, die für sich "als besonders geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung" werben können. Rösrather Trinkwasser ist daher auch nach den Kriterien der Verbaucherschutzorganisation "Foodwatch" völlig unbedenklich und empfehlenswert.

zurück