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Informationen zum Elektro- und Elektronikgerätegesetz

(vom 23.03.2006)

Mit der Umsetzung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes dürfen alte Elektrogeräte ab dem 24. März 2006 nicht mehr zusammen mit dem Restmüll (graue Tonne) entsorgt werden, sondern müssen getrennt erfasst werden. Die Abgabe bei den Sammelstellen ist immer kostenfrei.

Sie sind als Besitzer eines Altgerätes verpflichtet, dieses zu den vorgesehenen Sammelstellen zu bringen oder, soweit vorhanden, bei einer entsprechenden Sammlung abzugeben. Mit diesem kleinen persönlichen Aufwand bewirken Sie einen hohen Nutzen für die Umwelt: Sie helfen mit, dass wertvolle Rohstoffe recycelt und Schadstoffe gezielt behandelt werden können.

Wenn Sie Altgeräte einer getrennten Sammlung zuführen, entlasten
Sie die Umwelt in doppelter Weise:
Erstens helfen Sie, Ressourcen zu sparen und zweitens tragen Sie
dazu bei, den Schadstoffgehalt im Restmüll deutlich zu verringern.
Elektroaltgeräte gehören bisher zu den größten Verursachern der
Schadstoffbelastung des Hausmülls mit Blei, Cadmium und
Quecksilber.

1. Wiederverwendung von Altgeräten

Die Innovationszyklen von Elektrogeräten werden immer kürzer. So werden häufig Geräte ausrangiert, obwohl sie viel zu schade für den Müll sind. Geben Sie diese zur Wiederverwendung weiter - an Freunde, an entsprechende Händler, an Initiativen in Ihrer Kommune oder an wohltätige Einrichtungen. Wenden Sie sich vor allem bei IT-Geräten, Unterhaltungselektronik und großen Haushaltsgeräten an so genannte Re-Use-Initiativen, die sich auf die Weiterbenutzung gebrauchter Geräte spezialisiert haben. Erkundigen Sie sich danach bei Ihrer Kommune.

2. Verwertung von Altgeräten

Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz schreibt vor, dass pro Einwohner und Jahr mindestens 4 kg Elektro-Altgeräte getrennt gesammelt werden sollen. Soweit die Geräte oder einzelne Bauteile nicht wieder verwendet werden, müssen je nach Gerät 50 bis 80 Prozent stofflich verwertet, das heißt recycelt werden.

Die unsachgemäße Entsorgung von Elektro-Altgeräten gefährdet Mensch und Umwelt!

Elektrogeräte bestehen aus ca. 1000 verschiedenen Substanzen; darunter sind wertvolle Rohstoffe wie Kupfer oder Aluminium, gleichzeitig aber auch umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe wie Cadmium, Blei, Quecksilber und polybromhaltige Flammschutzmittel. Mit dem Elektro-Gesetz wird der Einsatz dieser Stoffe in Neugeräten stark eingeschränkt. In einigen Bauteilen jedoch kann heute auf ihre Verwendung noch nicht verzichtet werden. Zudem haben Elektrogeräte eine relativ lange Lebensdauer, so dass die derzeit zurückkommenden Altgeräte häufig noch erhebliche Mengen der Schadstoffe enthalten.

Beispiele für den Nutzen der getrennten Erfassung:

Leuchtstoffröhren benötigen nur wenig Energie und sind sehr langlebig. Sie enthalten jedoch Quecksilber. Deshalb müssen die Altröhren getrennt von anderen Abfällen und unbeschädigt erfasst werden. Auf diese Weise wird vermieden, dass Quecksilberdämpfe in die Umwelt entweichen. Nur durch eine ordnungsgemäße Entsorgung kann das Quecksilber kontrolliert entfernt und das Altröhrenglas verwertet werden.

90 Prozent der heute anfallenden Altkühlschränke enthalten Stoffe, die die Ozonschicht schädigen. Infolgedessen müssen Kühlgeräte in speziellen Anlagen behandelt werden. Bei der Verwertung von Kühlschränken werden die problematischen Stoffe wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) abgesaugt und sicher entsorgt. Metalle und Kunststoffe werden recycelt. FCKW-freie Dämmstoffe können z. B. als Ölbindemittel wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden.

Ab dem 24. März 2006 werden alle neuen Elektrogeräte mit dieser „durchgestrichenen Abfalltonne auf Rädern" gekennzeichnet:

Mülltonne

Das Symbol weist Sie darauf hin, dass dieses Gerät nicht über den Hausmüll (Graue Tonne, gelbe Tonne, Biotonne, Papier oder Glas) entsorgt werden darf sondern bei den Sammelstellen oder freiwilligen Rücknahmensystemen abzugeben ist.

Weitere Informationen erhalten Sie aus dem Tonnenjournal, dass ab der 11. Kalenderwoche durch den Bergischen Abfallwirtschaftsverband (BAV) an alle Haushalte verteilt wurde, sowie aus dem Innenteil unseres Abfuhrkalenders 2006.

Auf unserer Internetseite gelangen Sie im Bereich Geschäftsfelder/Abfall zum Abfalltip der Woche und werden von dort aus auf die Internetseite des BAV geführt, wo Sie weitere ausführliche Informationen erhalten.

Elektrogroßgeräte:

Das bestehende Holsystem für Elektrogroßgeräte wird unverändert beibehalten. Die für Ihren Abfuhrbezirk entsprechenden Abholtermine finden Sie in unserem Abfuhrkalender. Für die Abholung der Elektrogroßgeräte ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Elektrokleingeräte:

Die Abgabe von Elektrokleingeräten (siehe Erläuterungen im Innenteil des Abfuhrkalenders) ist wie bisher am Schadstoffmobil möglich.

Zusätzliche zentrale Elektroaltgeräte-Annahmestelle:

Ab dem 23.03.2006 wird eine zusätzliche zentrale Elektroaltgeräte - Annahmestelle in Obereschbach (neben dem Knauber Baumarkt) eröffnet. Dort haben Sie die Möglichkeit, auch außerhalb der von uns angebotenen Abholtermine, Elektroaltgeräte zu folgenden Öffnungszeiten abzugeben:

Di, Mi, Do von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr sowie 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Sa von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Neben Elektroaltgeräten können dort auch Metallschrott, Papier/Kartonagen in größeren Mengen, Glas, Altkleider/Federbetten/Schuhe, Kork, Batterien, CD´s/DVD´s und gebrauchte PU-Schaumdosen kostenlos abgegeben werden.

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