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Wassertragen wie vor 100 Jahren

(vom 28.04.2017)

StadtWerke Rösrath stellen sich beim Girls´ Day vor

Wo kommt das Rösrather Trinkwasser her? Und wo fließt es wieder hin? Wie wird das Freibad auf die Saison vorbereitet? Und was lagert alles auf dem Baubetriebshof der StadtWerke? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um das vielfältige Aufgabenspektrum der StadtWerke Rösrath bekamen sieben Mädchen anlässlich des Girls´ Days 2017 am 27. April.

Begleitet von einem Jungen, der am selben Tag seinen Berufsfelderkundungstag bei den StadtWerken ableistete, fuhren die „Girls“ nach einer kurzen Begrüßung durch Michael Rickert, technischer Leiter der StadtWerke, zunächst ins Wasserwerk nach Leidenhausen. Unter fachkundiger Führung von Wassermeister Peter Gressmann erkundeten die Mädchen die Brunnen, aus denen in 30 Metern Tiefe das Trinkwasser für Rösrath gefördert wird. Nach der Verkostigung von Roh- und aufbereitetem Trinkwasser mussten die sieben Mädchen und der Junge noch ihre Kräfte unter Beweis stellen. Mit Hilfe eines so genannten Trageesels schulterten sie abwechselnd zwei Eimer gefüllt mit Wasser und kamen so in den Genuss, einmal nachzufühlen, wie Trinkwasser noch vor einhundert Jahren in die Häuser kam: nicht aus dem Wasserhahn, sondern per Menschenkraft vom Brunnen im Eimer.

Was mit dem Trinkwasser passiert, wenn es im Abfluss verschwindet und so zu Abwasser wird, erklärte den jungen Zuhörerinnen und Zuhörern im Anschluss Norbert Fischer, Abwassermeister der StadtWerke, im Regenüberlaufbecken Volberg. Hier ging es dann auch in die Katakomben von Rösrath, was manch ein Mädchen mit leichtem Naserümpfen quittierte. Anschaulich erläuterte Norbert Fischer seinen jungen Zuhörern, was sich alles im Abwasser findet und dort nicht hingehört. Neben Unmengen von Feuchttüchern hat Fischer schon eine Kinderjeans, Damenstrumpfhosen und Lebensmittel aus dem Abwasser gefischt. Daneben erfuhr die Gruppe aber auch, welche Qualifikationen eine Fachkraft für Abwassertechnik mitbringen muss und wie umfangreich und vielschichtig das Aufgabenfeld ist.

Dass ein Bademeister nicht nur in der Sonne neben dem Beckenrand steht und aufpasst, dass niemand ertrinkt, sondern auch umfassende Kenntnisse der Schwimmbadtechnik braucht, erklärte Kamill Redlich, Mitarbeiter im Freibad Hoffnungsthal. Er führte die Gruppe durch den Technikraum und zeigte, was alles dazu gehört, um einen Freibadbetrieb am Laufen zu halten.

Zum Abschluss des diesjährigen Girls´ Days gab es dann noch eine Führung über das Baubetriebshofgelände der StadtWerke. Thomas Matysik, stellvertretender Leiter des Baubetriebs, ließ die Mädchen dabei unter anderem einen Blick in das Salzlager werfen.

In der anschließenden Schlussrunde zeigten sich die jungen Teilnehmerinnen begeistert von dem interessanten und abwechslungsreichen Tag. Zur Erinnerung konnte jedes Mädchen – und auch der teilnehmende Junge – unter anderem eine Flasche mit selbstabgefülltem Rohwasser mitnehmen. „Eine schöne Erinnerung“, wie eines der Mädchen befand.

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