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Trinkwassertransportleitung in Stümpen wird mit Hochdruckschlauch saniert

(vom 17.05.2017)

Baustelle der StadtWerke Rösrath beispielhaft für andere Versorger

Die Trinkwassertransportleitungen der StadtWerke Rösrath bringen täglich viele tausend Liter frisches Trinkwasser vom Wasserwerk in Leidenhausen nach Rösrath. Wenn eine dieser Hauptleitungen in die Jahre gekommen ist und anfällig wird für Rohrbrüche und Undichtigkeiten, muss sie erneuert oder instand gesetzt werden. Bis vor einigen Jahren war das nur mit einem erheblichen Aufwand an Tiefbauarbeiten möglich. Die Leitung musste vollständig freigelegt werden, was entsprechende Auswirkungen auf den Straßenverkehr, die betroffenen Anwohner und die Umwelt hatte. Wie es anders geht, lässt sich aktuell an einer Baustelle der StadtWerke Rösrath im Kastanienweg in Stümpen beobachten. Die Trinkwassertransportleitung Stümpen, die stark korrodiert ist, wird dort derzeit in einem grabenlosen Verfahren, dem so genannten Inliner-Verfahren, saniert.

Nachdem die von den StadtWerken mit der Sanierung beauftragte Tiefbaufirma in den vergangenen Tagen die erforderlichen Baugruben ausgehoben und alles für die eigentliche Sanierung vorbereitet hatte, war es am 16. Mai endlich soweit. Ein auf einer großen Transporttrommel aufgerollter spezieller Hochdruckschlauch wurde von einem LKW zur Baustelle gebracht und am Rande der ersten Baugrube vorsichtig auf Führungsschienen positioniert. Das Ende des Schlauches wurde mit einem Stahlseil verbunden, das vorher vom anderen Ende des Baufeldes aus durch das gesamte zu sanierende Teilstück gezogen worden war. Stück für Stück wurde der noch gefaltete Schlauch dann in die Transportleitung gezogen. Zum Schluss sorgte Druckluft dafür, dass sich der Schlauch im alten Wasserrohr entfaltete und somit als neue Trinkwassertransportleitung dienen kann.

„Wir haben uns für dieses Inliner-Verfahren entschieden, um die Auswirkungen für alle Betroffenen so gering wie möglich zu halten“, erläuterte Jürgen Koch von den StadtWerken an der Baustelle. „Da dieses Verfahren viele Vorteile bietet, sind heute auch Vertreter anderer Versorger vor Ort und schauen sich am Beispiel unserer Baustelle an, wie das funktioniert.“

Die Bauarbeiten im Rahmen des zweiten Bauabschnitts der Sanierung der Trinkwassertransportleitung liegen im Plan und werden voraussichtlich im Juni abgeschlossen sein. Im Juli soll dann mit der Sanierung des dritten Teilstücks begonnen werden. Auch hier wird wieder das Inliner-Verfahren zur Anwendung kommen.

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