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Tag des Wassers 2017: Abwasser geht jeden an

(vom 21.03.2017)

Seit 1993 findet jedes Jahr am 22. März der internationale „Tag des Wassers“ statt. Weltweit werden an diesem Tag zahlreiche Aktionen rund um das Thema Wasser veranstaltet. Der diesjährige Weltwassertag steht unter dem Motto „Abwasser“.

121 Liter Trinkwasser verbraucht jeder Deutsche im Schnitt am Tag. Ein Großteil davon, nämlich das, was beim Duschen, Kochen, Waschen, Spülen und Putzen verwendet wird, verlässt den Haushalt als Abwasser und fließt zusammen mit dem Regenwasser über ein umfassendes Kanalsystem zu den öffentlichen Kläranlagen.
Auch die Rösrather StadtWerke sorgen täglich zuverlässig dafür, dass das häusliche Abwasser gesammelt und abgeleitet wird. Und das alles bei geringstmöglichen Abwassergebühren, wie der Technische Leiter der StadtWerke, Michael Rickert, anlässlich des Weltwassertages erklärt: „Um die Abwassergebühren für alle Bürger so niedrig wie möglich zu halten, nutzen wir sämtliche technischen Möglichkeiten, um Investitions- und Betriebskosten zu senken.“

Rund 158 Kilometer ist das Rösrather Kanalnetz lang. Davon werden 86 Kilometer im so genannten Trennsystem entsorgt. Hier fließen Regen- und Schmutzwasser in getrennten Kanälen ab. Die restlichen 72 Kilometer entfallen auf ein Mischsystem, über das Regen- und Schmutzwasser gemeinsam abgeleitet werden.
Geklärt wird das Rösrather Abwasser in der vom Aggerverband betriebenen Kläranlage im Gewerbegebiet Scharrenbroich. Nach höchsten Umweltschutzstandards wird es dort aufbereitet und in die Sülz abgeleitet.

Aber die StadtWerke tun noch mehr dafür, dass das wertvolle Nass wieder gereinigt werden kann. Regelmäßig wird das Kanalsystem mit einem eigenen Kanal-TV-Fahrzeug inspiziert, gewartet und bei Bedarf erneuert.

Daneben stehen größere Bauvorhaben an.
So sanieren die StadtWerke bereits seit einigen Jahren in Stümpen und Kleineichen aufwändig die dortige Regenwasserkanalisation. In der Vergangenheit wurde das Regenwasser in der Regel direkt in die Bäche eingeleitet. Um den heutigen Anforderungen an den Gewässerschutz Genüge zu tun, wurden diese Direkteinleitungen nach und nach eingestellt. So gibt es mittlerweile nur noch Einleitungen, an denen das gesammelte Niederschlagswasser nach einer erfolgreichen Vorbehandlung in entsprechenden Reinigungsanlagen in die Gewässer fließt. Ein Beispiel hierfür ist das Bodenfilterbecken in Kleineichen, in dem das Niederschlagswasser aus den angrenzenden Gewerbeflächen gesammelt und behandelt wird.

Ein weiterer Schwerpunkt der StadtWerke ist der Überflutungsschutz bei Starkregenfällen. Zwei Großbauvorhaben stehen hier aktuell im Fokus: der kurz vor der Vollendung stehende Bau des Regenrückhalteraums im Mühlenweg und der kürzlich gestartete Bau eines Stauraumkanals im Sonnenweg. Künftig soll mit diesen Bauwerken weitgehend verhindert werden, dass es bei Starkregen zu Überschwemmungen kommt.

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