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Recyclebare Plastiktüten gehören nicht in die Biotonne

(vom 01.06.2017)

Bergischer Abfallwirtschaftsverband startet Biomüll-Infokampagne in Rösrath

„Was für eine praktische Erfindung“, mag sich manch ein Bürger denken, wenn er im Supermarkt auf Mülltüten aus so genanntem Bio-Kunststoff stößt, die laut Herstellerangaben sogar kompostiert werden können. Was für den Verbraucher eine saubere Lösung ist, um seine Küchenabfälle zu sammeln, ist für die Vergärungs- und Kompostierungsanlagen der Entsorgungsunternehmen allerdings ein großes Problem. Denn: Unter Laborbedingungen zersetzen sich diese Mülltüten tatsächlich, nicht aber in Kompostierungsanlagen. Die Konsequenz: Die technischen Prozesse in der Anlage werden behindert, Plastikreste bleiben übrig und verunreinigen das Endprodukt der Biomüllbehandlung, den Kompost. Damit Kompost aber für die Landwirtschaft und private Gärten als hochwertiger Bodenverbesserer genutzt werden kann, darf nichts hinein, was nicht dorthin gehört. Neben Plastikresten sind das auch Überreste anderer Abfälle, die in der Biotonne nichts zu suchen haben.

Um die Bürgerinnen und Bürger dafür zu sensibilisieren, wie wichtig es ist, Abfälle sauber zu trennen und die Biotonne korrekt zu befüllen, führt der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV) Informationskampagnen rund um die Biotonne durch. In Rösrath startet die Kampagne am 19. Juni.

Alle zur Abfuhr bereitgestellten Biotonnen werden in einem ersten Schritt mit einem roten, rautenförmigen, permanenten Aufkleber versehen, der darüber informiert, was auf keinen Fall in die Biotonne gehört. Das sind insbesondere die besagten Bioplastiktüten sowie Verpackungsabfälle aus Glas, Metall und Kunststoff, Medikamentenreste und andere ungeeignete Abfälle.

Außerdem wird der Inhalt der Biotonnen kontrolliert. Stellen die Mitarbeiter des BAV dabei fest, dass neben Küchen- und Gartenabfällen auch andere, ungeeignete Abfälle in geringem Umfang in der Tonne gelandet sind, bekommt die Biotonne zusätzlich noch einen gelben „Warnaufkleber“. Sie wird dann aber trotzdem wie gewohnt geleert.

Werden in der Biotonne jedoch überwiegend Abfälle gefunden, die nicht hineingehören und eine Verwertung unmöglich machen, erhält die Tonne einen roten Hinweiszettel und wird nicht geleert. Sie muss dann von ihrem Besitzer nachsortiert werden und wird in diesem Fall erst bei der nächsten planmäßigen Biotonnenabfuhr geleert. Hierfür muss auch der rote Aufkleber vorher entfernt werden.

Biotonnen, die nicht nachsortiert werden, bleiben wiederholt stehen.

Außerdem verteilt der BAV Informationsbroschüren an jeden Haushalt.

Mehr Informationen gibt es auch hier und demnächst im neuen StadtWerke-Blog.

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