Blumen

Gartentipps-Rhododendron-Alpenrose

Familie: Ericaceae

Der Gattungsname setzt sich aus den beiden griechischen Worten rhodon (= Rose) und dendron (= Baum) zusammen. So hieß ursprünglich der Oleander (Rosenbaum). 1853 wurde der Name erstmals für diese artenreichste Gattung angewendet (Rh. ferrugineum). Die Gattung Rhododendron umfasst zwischen 600 - 1000 Arten, die hauptsächlich in Ostasien, im Himalaja, Kleinasien, Kaukasus, im europäischen Hochgebirge und Nordamerika angesiedelt sind.

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts sind die Rhododendren züchterisch intensiv bearbeitet worden und zählen zu den schönsten Blütengehölzen. Werden die Rhododendren in einem ausreichend feuchten, durchlässigen, lockeren, humosen und kalkarmen Boden in möglichst licht schattiger Lage gesetzt, ist der größte Wuchserfolg zu erwarten. Die großblumigen Hybriden lieben den Waldsaum oder den Kronenschatten von tief wurzelnden Bäumen. Die kleinblumigen Hybriden vertragen mehr oder sogar volle Sonne, allerdings keine Reflexionswärme von Pflaster oder Wänden.

Die Rhododendren werden in zwei große Gruppen unterteilt:

Wald-Rhododendron: Großes, breites, dunkelgrünes Laub, wechselschattige Standorte. Sie vertragen einen radikalen Rückschnitt bis ins älteste Holz. Der günstigste Zeitpunkt ist vom Vorfrühling bis Mitte Mai. Wird das Laub hellgrün bis gelblich, ist ein etwas schattigerer Platz gewünscht.

Berg-Rhododendron: Kleines, schmales, linearisch bis lanzettliches Laub, voll sonnenverträglich. Formschnitt mit Heckenschere möglich. In der Regel sind das Azaleen.

Bei allen Rhododendren sollte keine Staunässe vorkommen. Eine Stickstoffdüngung sollte nach dem 15. Juni nicht mehr verabreicht werden, da die Holzausreife verzögert wird. So ist die Frosthärte dann etwas herabgesetzt.

Zu den Rhododendren zählen die Azaleen, die in zwei große Gruppen unterteilt sind: die sommergrünen großblumigen Azaleen, auch Strauch-Azaleen genannt und die immergrünen Japanischen Azaleen, in der Regel dichtbuschige Sträucher.

Die Blüte

Bei allen großblumigen Rhododendren empfiehlt es sich, die verblühten Knospen herauszupflücken. Dadurch wird die Blütenbildung für das Folgejahr gefördert. Die vorhandenen Nährstoffe werden dann nicht mehr für die Samenausbildung verbraucht und der Neutrieb kann sich besser entwickeln.

Die Rhododendron-Zikade

Die Zikade ist ein pfeilförmiger grüner Hüpfer mit roten Streifen auf dem Rücken. Schön anzusehen, aber für die Blüte des Rhododendron verheerend. Sitzt gern unter dem Blatt und als geschlechtsreifes Tier sticht es mit besonderer Vorliebe in dem Zeitraum Juli - August in die schon ausgebildeten Blütenknospen für das Folgejahr. Dort wird das Ei abgelegt und entwickelt sich zur Larve. Dann wird der Blütenknospe der Lebenssaft abgesaugt. Das Ergebnis können wir leider erst dann sehen, wenn wir voller Vorfreude auf die Blüte warten und im Februar/März feststellen, dass viele Knospen braun werden und vielleicht sogar schon von einem Pilz befallen sind. Jetzt ist der Zeitpunkt da, mit bedauernden Worten und Tränen in den Augen die braunen Knospen abzupflücken und den Larven den Garaus zu machen. Nicht auf den Kompost, sondern in den Hausmüll! Haben wir welche übersehen, schlüpfen diese schlauen Tierchen so im Mai/Juni und alles geht von vorne los.